Sonntag, 28. Dezember 2014

Was mich nachdenklich macht.

Schon seit einigen Jahren  wandert ein Obdachloser durch unsere Stadt.

Er schiebt stehts einen alten Einkaufswagen mit abgenützten Plastiktüten vor sich her. Sein Gang ist sehr gebückt, er mag so um die 5o Jahre alt sein. Er schaut immer in den Boden und spricht niemanden an.

Auch im heißen Sommer war er mit einem Wintermantel bekleidet, der mehr zerfetzt als ganz war.Seine langen Haare sind verfilzt und der Bart lang.

Vor einigen Wochen nun hat er "Quartier" in einer Bushaltestellte gleich bei uns ums Eck bezogen.

Er ist mit einem Shirt und einer langen Unterhose bekleidet, an den Füßen trägt er ausgelatschte Schlappen. Oft haben der Enkel M... und ich uns über diese armen Menschen unterhalten und uns Gedanken gemacht, was passieren musste, das ein Mensch so tief fallen kann. Gerdade jetzt im Winter  konnte man  ihm ansehen, dass er frohr.

Für meinem Mann und mich war es am heiligen Abend sonnenklar, dass wir dem Mann etwas zu Essen und warmes "Gwand" bringen mussten.

Also "besuchten" wir den Mann,wünschten ihm frohe Weihnachten und überreichten ihm Brot, Wurst, Saft und eine warme Hose. (eine saubere, einwandfreie Hose meines Mannes)

Wie erstaunt waren wir, als wir am nächsten Tag an der Bushaltestelle vorbei fuhren. Es regnete und die Hose lag  am Boden in einer Pfütze.

Der Mann ist auch noch heute mit seiner dünnen Unterhose bekleidet, die Tüte mit dem Essen liegt noch immer am Boden und daneben die Hose.

Ich sehe es nicht als Undankbarkeit, hätte IHM nur gerne was Gutes getan###

Ich weis keinen Abschlussatz für meinen heutigen Post.



einen schönen Abend
nachdenkliche Grüße Barbara

Kommentare:

knittingwoman hat gesagt…

Sehe dies nicht als Undankbarkeit, er reagiert wohl aufgrund einer psychischen Erkrankung so. Hilfe wird er nicht an sich ran lassen, so schlimm das ist.
Aber es ist lobenswert und beispielhaft wie du dich verhalten hast

lg

monika

schildkroete hat gesagt…

Ich hatte im letzten Winter eine ähnliche Begebenheit, bei einem 2. Kontakt gestattete mir der Mann ein kurzes Gespräch (das war beim ersten Mal nicht möglich gewesen)und da wurde es sehr deutlich, dass dieser Mann psychotisch war, sehr verworren, ängstlich, geplagt, dabei sehr freundlich.
Es tat mir in der Seele weh, aber ich konnte nihts für ihn tun.
Herzliche Grüße
Sabine

eSHa hat gesagt…

Meiner Vorschreiberin schließe ich mich an. Konntet ihr mit ihm reden? Er scheint sehr bedrückt zu sein.

LG

Sabine