Mittwoch, 11. November 2015

Rums-Tag: ich oute mich***


Ich leide unter Depressionen!!!

Wenn man Tante Google beauftragt, etwas über Depressionen zu finden, dann machen sich viele Seiten auf.





***Die zweithäufigste Ursachen für Arbeitsunfähigkeit sind Depressionen


***2010  wurden doppelt so viel Patienten stationär behandelt als 10 Jahre zuvor

***Der Zuwachs an Depression Erkrankungen stieg seit 2010 um 117%

***Es ist die größte Volkskrankheit

*** bei 90% der Suizid`s Fälle geht eine Depressionen vorweg

***Bei vielen Patienten liegen außerdem noch weitere Krankheitsbilder wie Panik-und Angststörungen, chronische Schmerzen und Burnout vor.

***diese Liste könnte ich noch ewig weiter führen…..


Obwohl sich mittlerweile die meisten Betroffenen „AUTEN“ wird diese Krankheit noch immer als Wische-Wasche hingestellt. Wer wegen einer Depression nicht arbeiten kann, ist  ein Krankmacher oder ganz einfach arbeitsfaul.

Ich habe lange, sehr lange überlegt, ob ich diesen Post heute schreiben soll. Mir stellte sich die Frage, wie persönlich mein Blog sein sollte.  Auf manchen Blogs kann man ja wirklich alles, aber auch alles über das Privatleben von so manchen lesen. Das möchte ich eigentlich nicht. Mein Blog soll ein Nähblog sein, auf dem ich mit Stolz meine Schätze, die in meinem Nähkammerl entstehen zeigen möchte. Hie und Da mal eine kleine Geschichte über den Enkel M.. und was es sonst noch „Wichtiges“ gibt.

Da ich aber seit über 10 Jahren an dieser hinterfotzigen Krankheit (nein, ich entschuldige mich nicht für dieses Wort) leide, und die Depression allgegenwärtig ist, habe ich mich mit Absprache einer lieben Freundin (die auch Bloggerin ist) entschlossen offen  über „MEINE KRANKHEIT“ zu schreiben. Eine Krankheit, die mich im Augenblick wieder voll im Griff hat, und die mir das Leben sehr schwer macht. Eine Krankheit, die sich sowas von fest an mich gekettet hat und mich in Etappen  ganz chön in den Keller zieht.

Wie und Wann alles begann kann ich gar nicht mehr so genau sagen. Da waren zum einen Teil die schlimmen Kindheitserlebnisse (die haben mich auch mit 55 Jahren nicht vergessen lassen) und auf der anderen Seite die privaten Sorgen und der Stress.

Von einem Tag auf den anderen war einfach alles anders. Ich konnte nicht mehr abschalten, soog alles in mir auf. Für alles fühlte ich mich verantwortlich. Meine Kopfschmerzen/Migräne wurden immer schlimmer. Ich wollte und konnte  nur noch auf der Couch liegen und den Tag einfach nur Tag sein lassen. Meine Beine waren schwer wie Blei, jeder Schritt war ein enormer Kraftakt. Mein Mann bemühte sich zwar zu erkennen dass es mir nicht gut ging, konnte damit aber nicht immer umgehen. Die Kinder teils erwachsen /oder waren sie noch in der Pubertät?? schüttelten den Kopf, wenn die Mama mal wieder nicht funktionierte.

Als ich dann 2010 zum ersten Mal auf Reha geschickt wurde, durfte ich mir dann Sprüche wie: Urlaub auf Krankenschein anhören. Im Geschäft wurde mir sofort ein neuer Arbeitsvertrag angeboten, mit weniger Arbeitszeit und neuen Regeln. (Man meinte es ja nur gut mit mir, doch im Arbeitsvertrag stand was anderes geschrieben) Als ich den ach so gut gemeinten Arbeitsvertrag nicht angenommen hatte, hatte ich echt schwere Tage als ich nach 6 Wochen Reha wieder in den Arbeitsalltag einsteigen wollte. Die Überforderung und die Gemeinheiten des Arbeitgebers waren so hoch, dass ich nach 4 Tagen beim Arzt saß und Rotz und Wasser geheult habe. Der Krankmeldung folgte dann prompt die fristlose Kündigung. Dass ich meinen Prozess beim Arbeitsgericht gewonnen habe, war nicht unbedingt  eine Befriedigung für mich*

Um es kurz zu machen.

In den folgenden Jahren folgten weitere Einweisungen in Kliniken. Meistens 6-8 Wochen. Die Medikamente, die ich nehmen musste, brachten nur wenig Erleichterung dafür aber eine Menge an Nebenwirkungen. Nebenwirkungen die mich an den Rand der Verzweiflung gebracht haben.

Mein Mann ist von mir von Pontius bis zu Pilatus gefahren um Hilfe für mich zu finden, denn mir ging es echt schlecht. Wir sind von Heiler zu Heiler, von Heilpraktiker zu Heilpraktiker gefahren. Ihr wollt gar nicht wissen, wieviel Geld das alles gekostet hat. Mit Schrecken erinnere ich mich daran, als ich gekrümmt auf dem Boden lag, zitterte, schrie  und mir das Wasser aus den Augen lief. Ich litt mittlerweile nicht nur an Depressionen sondern auch noch an Angst-und Panikstörungen. Das Haus habe ich so gut wie gar nicht mehr verlassen. Wenn doch (dann MUSSTE ich das auf BEFEHL meines Mannes) fiel ich einfach um. Ganz egal wo ich war, ich fiel um…….

Mein Mann war in dieser Zeit immer für mich da. Es war bestimmt nicht leicht für ihn, denn zusätzlich zu seinem anstrengenden verantwortungsvollen Job musste er sich ja noch um mich kümmern. Ich war ja nicht  mal mehr in der Lage den Wocheneinkauf zu tätigen, Geschweige denn den gewohnten Alltag. Mein Nähkammerl, das er mir so schön gerichtet hat, habe ich fast nie betreten, und die 65 Euro fürs Fitnessstudio haben wir für die Katz bezahlt.

Meine Kinder standen der Sache hilflos gegenüber. Ich habe auch einige Freunde verloren, obwohl ich immer ehrlich war und um Rücksicht und Nachsicht gebeten habe.  Es tut mir leid, dann da waren auch Menschen dabei von denen ich dachte, es wären echte FreundeL((

Was mir mit am allermeisten wehgetan hat, und das tut es auch noch heute nach fast 2 Jahren, ist, dass ich den Job als zweiten Jugendleiter im Trachtenverein nicht mehr ausüben konnte/durfte. Da frage ich mich noch immer, wo ist hier das Verständnis und die Hilfe gewesen?????

Die letzten 5 Jahre waren sehr schlimm. Ich weigere mich mittlerweile Tabletten zu  nehmen, denn wie schon gesagt, die Nebenwirkungen sind schlimmer als die Vorteile. Letzte Woche wollte mein Arzt mich wieder in die Klinik einweisen, denn die äußeren Umstände haben mich in ein großes Loch gezogen. Ich habe aber beschlossen, dass ich auch keine Klinik mehr  betreten werde. Ich möchte mich mit keinen Menschen mehr umgeben, die auch psychisch krank sind, das tut mir nicht gut, das zieht mich noch mehr in den Sumpf.(bitte nicht falsch verstehen, ich habe große Achtung vor allen psychisch Kranken)

Es ist auch für die Familie sehr schwer, mit Angehörigen, die an Depressionen leiden, zu leben. Obwohl mein Mann sehr oft bei Arztgesprächen dabei war, fehlt ihm zeitweise die Akzeptanz. Er ist aber immer für mich da***Ich habe unzählige Schulungen und Vorträge über dieses Thema "genossen". Könnte euch so Einiges über Synapsen und Neurotransmittler erzählen, aber das ist nicht das Ziel und der Sinn meiner Geschichte.

Nun sitze ich hier am Computer, schreibe diese Zeilen und mir wird klar, dass ich für den Moment von irgendeiner Seite Hilfe annehmen muss. Wo aber ist diese Seite???? Bin ich ein wenig wertvoller Mensch, nur weil ich eine Krankheit habe, die man nicht sieht? Bin ich ein weniger wichtiger oder vertrauensvoller Mensch? Bin ich ein Depp oder bin ich aussetzig??Bin ich balla-balla. oder tauge ich zu nichts?? Wäre es nicht klüger, ich würde mir das Bein brechen, dann hätte ich wenigstens einen Gipsverband. Dann könnte man  erkennen, dass an meinem Körper was „kaputt ist. Wie meinte meine Vorgesetzte, als sie mich auf einem Flohmarktbummel gesehen hat; „die ist doch nicht krank, die hat gelacht und die sah gut aus“.

Mit ein Grund, warum ich diesen Post schreiben wollte, ich denke, dass ich WIEDER meinen Job verlieren  werde.

Mit Depressionen ist man nicht krank, da hat man keine Lust zu arbeiten!!!!!!

Meine Freunde (die echten Freunde) haben mir nun gut zugeredet, dass ich enun endlich mal meine genähten Kleinigkeiten verkaufen soll, Ich soll auf Künstlermärkte gehen und auf Dawanda als auch über FB meine Taschen, Kissen usw. anbieten.

Das werde ich jetzt auch machen***

Mir macht es Freude, wenn ich in meinem Nähkammerl sitzen kann und lauter kleine Schätze entstehen. Von meinem Sohn habe ich zum Geburtstag die neue CD vom Howie bekommen, die wird sich nun „heiß laufen“.

 Wer jetzt bis zum Schluss durchgehalten hat und alles gelesen hat, der ist tapfer, dem seih echt gedankt****

Ich habe lange gebraucht diese Zeilen zu schreiben, es war nicht einfach für mich. Einige Male war mein Sichtfeld von den Tränen verschwommen, aber ich fühle mich für den Moment  gut, ich fühle mich in gewisser Weise befreit.

Ich weiß, dass mein Mann diesen Blogeintrag nicht lesen wird, (er hat noch nie einen gelesen) doch hier und jetzt möchte ich ihm danken, dass es ihn gibt. Er ist (neben dem Enkel M…) das Beste wasmir hat passieren können. Ich bin ihm unendlich dankbar für alles was er für mich getan hat, denn…

Wenn er nicht gewesen wäre, dann wäre auch ich bei den 90 % die den Suizid wegen Depressionen gewählt haben.

Ich wünsche euch einen schönen Tag, eine schöne Zeit, und sollte euch jemand mit Depressionen über den Weg laufen, vielleicht schaut ihr den jetzt mit anderen Augen an.
 

Mein Beitrag zum heutigen Rums soll mein Kissen sein, Es ist das zweite seiner Art, es hat seinen Platz in meinem Bett, und ich  nehme somit den von mir ausgedachten Spruch mit in den Schlaf, dass er in der Nacht auf mich wirken kann***




Herzliche Grüße Barbara
Und nun um 00.002 Uhr auf zur Muddi***
Ach ja, und falls mich jemand auf Dawanda oder Fb besuchen will, auf meiner Sidebar findet ihr den Link. Und weil wir gerade dabei sind: über ein "gefällt mir" auf FB würde ich mich narrisch freuen***

 




















Kommentare:

Mameli hat gesagt…

Liebe Barbara, ich habe Deinen Blogeintrag bis zum Schluss gelesen und auch ich muss zugeben, dass ich davon nicht wusste. Ok, wir kennen uns nicht wirklich gut, aber dennoch macht mich das unheimlich betroffen. Ich habe einen Mann, den ich auch schon mit BurnOut in die Klinik geben musste und auch im Bekanntenkreis einen sehr lieben Menschen mit Depressionen. Man ist als Außenstehender so machtlos, aber als Betroffener natürlich um so mehr. Man möchte so gerne helfen, aber dringt nicht zu dem Menschen vor, das macht es natürlich auch schwierig... Und Dein Argument mit dem Gipsbein kenne ich nur all zu gut.
Ich wünsche Dir alles erdenklich Gute und schicke Dir eine Umarmung.
Ich wünsche Dir viel Erfolg mit Deinem Nähstübchen, vielleicht ist es das, was dir hilft. In gewohnter und selbst gewählter Umgebung Arbeiten wie es gerade geht mit etwas was einem Freude macht.
Liebe Grüße
Kathrin

Pattililly hat gesagt…

huhu barbara, ich weiß wovon du sprichst, ich selbst hatte auch so eine "phase".
wenn man depressionen hat und einer dich fragt wie es dir geht, dann sagt man automatisch immer "gut", obwohl man am liebsten seine probleme in die welt schreien möchte, aber das möchte dann ja keiner hören.
ich selbst hatte damals mit jemanden zusammen gearbeitet, die selbst unter depressionen litt, wir haben viel miteinander über unsere pröbleme reden können und das tat auch ganz gut jemanden etwas anvertrauen zu können.
ich war damals bei einem psychologen (ein einziges mal) ich saß dort und heulte nur, ich brachte kein einziges wort heraus. er verschrieb mir depressiva, die ich für 3 monate nahm, aber letztlich festgestellt habe das sie nicht helfen und wieder absetzte.
meine mutter hatte dreimal krebs und letztendlich ist sie auch an krebs gestorben. wenn ich ein kleines wehwehchen hatte, habe ich mich immer gleich total verrückt gemacht das ich es auch habe...................................................
irgendwann hatte ich angefangen mit serviertentechnik und zog mich damit selbst aus meiner tiefen phase heraus.
heute neähe ich ja nur noch und fühle mich total gut, wenn ich mich mal über was aufrege und mich dann an die maschine setze, merke ich richtig wie ich wieder ruhiger werde und mit der laune herunter fahre. ich bin mit meinem job total glücklich ............ und mittlerweile zieht mich nix mehr so schnell runter.
ich wünsche dir mit deinem vorhaben alles erdenklich gute, geh deinen weg, denn damit tust du was für dich, und nur das zählt. das können dir auch die besten freunde nicht geben, denn die denken über dein vorhaben sowieso skeptisch...............

lg patti

Renate hat gesagt…

Oh mein Gott Barbara, ich bin echt entsetzt. Nicht über Deine Krankheit, sondern die Reaktionen Deiner Umwelt. Und glaub mir, ich kann Dich sehr gut verstehen und weiß, was Du durchmachen must. Meine ältere Tochter ist auch davon betroffen, jetzt ist sie 18 Jahre. Vor 3 Jahren war sie ein Jahr in Behandlung. Es geht ihr wieder besser, aber ab und zu taucht dieses schwarze Loch auf. Ich merk das ganz genau. Und dann versuch ich alles, um sie da rauszuholen. Sie war in diesem Frühjahr auch mal eine Woche krankgeschrieben, aber die Ärztin hat was anders auf den Schein geschrieben. Ist auch nicht einfach, da sie in Bayreuth wohnt, das ist 55 km von uns weg. Ich habe immer Angst um sie. Kann das auch nicht abstellen. Und um sie zu schützen weiss davon auch fast niemand. Nur meine Schwester. Und die Mitglieder meines Hauskreises. Ich bete jeden Tag für mein Kind. Ich kann Dir nur raten, auch wenn das vielleicht abwegig klingt, leg Dein Leben in Jesus Hand. Da wir uns leider nicht persönlich kennen, kann ich so gar nichts weiter für Dich tun. Aber ich werde Dich in meine Gebete mit einschließen. Ich wünsche Dir alles alles Liebe und drücke Dich ganz fest. Liebe Grüße, Renate

Anonym hat gesagt…

Liebe Barbara,
ich finde dich sehr mutig dich hier zu outen und über deine Krankheit zu schreiben. Auch ich hatte eine schwere Überlastungsdepression, die mein Leben schlagartig zum Erliegen brachte. Deine Gedanken kommen mir soooo vertraut vor:"- bloß keine Lust zu arbeiten,- wieso hat die denn Depressionen, die hat doch alles,- soll sich mal nicht so anstellen,- wieso die hat doch nix!" Heute bin ich nicht mehr berufstätig und komme mal mehr und mal weniger gut mit dieser Krankheit klar.
Fühl dich ganz doll gedrückt von mir und verliere nicht den Mut. Jeden Tag neu kämpfen.
Mit haben Medikamente und eine gute Gesprächstherapie bei einem Psychologen sehr geholfen.
Wir müssen lernen, damit zu leben und versuchen irgendwie weiter zu machen.
Alles alles Gute für dich und liebe Grüße,
S.

schildkroete hat gesagt…

Liebe Barbara,

ich bewundere dich sehr für deinen Mut, über deine Depressionen zu schreiben. Es ist so wichtig, dass Menschen, die betroffen sind, darüber reden, schreiben, um deutlich zu machen, dass es sich um eine sehr schwere, untr Umständen lebebsbedrohliche, Erkrankung handelt. Du hast ja immer mal angedeutet, dass du krank warst/bist und ich hatte schon vermutet, das es Depressionen sind. Es tut mir so leid, dass du teilweise so wenig Verständns erleben musstest. Und wie schön, dass du so einen Mann an deiner seite hast.
Ich wünsche dir, dass es dir bald wieder besser geht. Ich weiß, dass die Behandlung oft sehr schwierig sein kann (ich mache das beruflich), bei so einer langen und schweren Erkrankung wie bei dir ist es ohne Medikamente aber schwierig, vielleicht findest du ja doch noch mal eine Möglichkeit.
Ganz wichtig finde ich auch, falls noch nicht passiert, dass du dich mal sozialmedizinisch beraten lässt (z.B. Minderung der Erwerbsfähigkeit, Kündigungsschutz, EU-Rente auf Zeit), da hast du Rechte & das steht dir zu.
Ganz viel Kraft!
Herzliche Grüße
Sabine

Anonym hat gesagt…

Liebe Barbara,

toll, dass Du so offen und ehrlich bist und ich wünsche Dir viel Erfolg mit Deinen Nähschätzen!
Ich weiß, wovon Du redest. Ich bin auch nicht sichtbar krank, und die Krankheit ist trotzdem unheilbar und hat mich im Griff...... Ich bin immer arbeiten gegangen, man will ja kein Mitleid und ein normales Leben führen. Als ich dann man wegen einer anderen Erkrankung in der Arbeit fehlte, habe ich nur Unverständnis geerntet und wurde indirekt als faul abgestempelt. Da habe ich mir dann auch gedacht: "Ihr könnt mich mal.....". Ich bin dann in die restliche Elternzeit gegangen, die mir noch zustand und habe meine ach so tollen Kollegen dannn einfach hängen lassen. Pech. Die hatten echt Probleme dann, aber ich lasse mir, wenn ich schmerzgeplagt zu Hause bin, doch keine "Designerkrankheit" (ja, so nennen die netten Leute einen Bandscheibenvorfall, der operiert werden muss) nachsagen!!??!
Mittlerweile bin ich in Rente aufgrund diverser Erkrankungen und habe somit endlich für das soziale Umfeld den Nachweis, dass ich wirklich krank bin. Das ist zwar einerseits komisch, aber nur so finde ich, dass unsichtbare Krankheiten überhaupt akzeptiert werden!
Du machst das genau richtig und hast ja einen tollen Mann!
Du kannst Dich gerne per Mail oder telefonisch mal melden, wie es Dir geht - meine Daten hatte ich Dir ja am Nähtreff gegeben.
Viele liebe Grüße und alles Gute
Bettina

nellemies design hat gesagt…

Liebe Barbara,
ich finde es toll, dass du diesen Beitrag geschrieben hast und wünsche dir für die Zukunft alles Liebe und viel Kraft ! Du hast anscheinend einen wirklich tollen Mann an deiner Seite, der dir beisteht.
Es tut mir leid, dass du wieder deinen Job verloren hast. Ich stelle selber immer wieder fest, wie gleichgültig andere Menschen mit einem umgehen und nur an sich selber denken.
Vor ein paar Jahren erkrankte mein Sohn an Leukämie und dadurch haben wir viele "Freunde" verloren. Sie haben sich einfach nicht mehr bei uns gemeldet, weil sie damit anscheinend nicht umgehen konnten.
Ich wünsche dir, dass du immer ein paar Menschen um dich hast, die für dich da sind und dir die nötige Kraft geben.
LG Ellen

Zufall, wenn´s klappt! hat gesagt…

Liebe Barbara,
ich lese Deinen Beitrag hier mit Gänsehaut, denn in meiner Familie sind Depressionen leider keine Seltenheit. Mein Opa nahm sich das Leben, meine Mutter war betroffen und zurzeit leidet mein Bruder wie ein Hund, weil sich seine Frau wegen ihrer Depressionen von ihm trennen wird.
Es ist in der Tat so, dass Depressionen von Unbeteiligten völlig falsch eingeschätzt werden. Man hat sie nicht mehr alle, man redet sich das selber nur ein, man lässt sich doch nur gehen......
Ich finde es so, so mutig von Dir, hier ganz öffentlich darüber zu schreiben und ich drücke Dir alle Daumen, dass Du Hilfe findest und Dein Leben wieder richtig leben kannst. Dein Mann und Deine Familie sind übrigens unbezahlbar.
Fühl Dich gedrückt,
Sandra

Anonym hat gesagt…

Hallo Barbara,
ich weiß wovon Du sprichst, ich bin mit einem Mann verheiratet, der seit 25 Jahren an Depressionen leidet. Er hat Dutzende von Klinikaufenthalten, Therapien usw. hinter sich. Kurz nachdem wir vor 4 Jahren zusammenzogen, haben wir beschlossen, dass er zu arbeiten aufhört. Mittlerweile ist er Frührentner und kümmert sich um Haus, Hof und Hund soweit es möglich ist. Es ist richtig, es ist nicht immer einfach für die Angehörigen, aber man muss das beste daraus machen. Auch er möchte NIE NIE wieder eine Klinik betreten. Und er geht sehr offen mit seiner Krankheit um - wir verschweigen nichts und niemandem etwas. Unser Freundeskreis ist verschwindend gering, eben auch weil er abends selten etwas unternehmen will.
Ich möchte Dir Mut zusprechen, mache kein Geheimnis aus Deiner Erkrankung. Und suche Dir eine Beschäftigung, die Dich ausfüllt und nicht unter Druck setzt. Und gib niemals auf!!
Und noch eins - wer behauptet, depressive Menschen seien nicht krank sondern nur zu faul und zu bequem um zu arbeiten, ist ein dummer, engstirniger, einfältiger Mensch der nicht in der Lage ist, über den Tellerrand zu blicken. Mit solchen Menschen möchte ich eh nicht befreundet sein :-)

Viele Grüße

Katharina anonym:-)

Marion hat gesagt…

Liebe Barbara, das habe ich nicht gewusst und es tut mir sehr leid. Ich drück dich jetzt einfach mal aus der Entfernung und wünsche dir alles Gute! LG, Marion

LuLu hat gesagt…

Liebe Barbara,
ich habe bis zum Ende gelesen...
es tut mir Leid das dich diese Krankheit so fest in den Krallen hat. Und ich finde es gut dass du darüber schreibst. Es ist was am meisten hilft, so ist meine Erfahrung. Ich hatte und habe sehr viele Gesundheitliche Probleme aus denen sich manchmal, wenn es zu viel wird, Depressionen ergeben. Die zu bekämpfen hat bei mir nichts gebracht. Aber anzunehmen und zu verstehen wieso gerade jetzt schon. Und dabei offen zu sein, zu sagen mir geht es gerade scheiße und ich habe keine Lust zu lächeln und so zu tun als ob nichts wäre, das hat gelogen...das hilft immer noch. Weil es für sich behalten und verstecken nur noch mehr die Kraft raubt die man lieber für was anderes nützen sollte.
Ich drücke dich aus der Ferne,
Lee

Feenwerkstatt hat gesagt…

Liebe Barbara,

Du weißt wie toll ich es finde,daß Du diesen Beitrag geschrieben hast.
Es ist so wichtig, offen damit umzugehen.
Menschen, die das Gefühl nicht kennen wenn die schwarze Flut über einem zusammenbricht, (ver-)urteilen schnell.
Nur wenn es thematisiert wird, können sich manche einfühlen.
Und dabi hilft es so sehr: ein warmer Blick, eine liebe Umarmung, das Gefühl das man nicht alleine ist - auch ohne große Worte.

Du hast die Worte gefunden, Du kannst stolz auf Dich sein!

Fühl Dich gedrückt, Anja

Anonym hat gesagt…

Hallo Barbara,

habe gerade durch "Zufall" Deinen Blog gelesen. Ich kann es gut
nachfühlen, da ich auch wieder in einer Depression stecke.
Die Antriebslosigkeit u. Freudlosigkeit kann ich selbst schwer ertragen.
Medikamente will ich auf keinen Fall nehmen.
So hoffe ich, dass es bald vorbei geht.
Laß Dich umarmen.

Liebe Grüße von Anna

la stella di gisela hat gesagt…

Liebe Barbara,
wir haben ja schon beim Nähtreff geredet....und ich habe Deinen Post auch ganz gelesen....schicke Dir nun mal einen DICKEN DRÜCKER! Es wird alles wieder besser werden!!!!
Lieben Gruß
Gisi

Evelyn S. hat gesagt…

Liebe Barbara,

Danke für Deinen so offenen und ehrlichen Beitrag ♥ Ich finde es richtig uns sehr wichtig, dass Du das schreibst und thematisierst.
Es ist sehr schade, dass viele in der heutigen Zeit psychische Erkrankungen nicht als echte Krankheiten sehen wollen. Viele "jammern" über Rückenschmerzen, etc. und erhalten Hilfe und Bedauern, sollen mal Pause machen, aber wenn jemand Depressionen hat und einfach "nicht mehr kann" wird das oft so nicht akzeptiert.

Eine Krankheit, die man eben nicht schon von der Ferne sieht..

Ich drücke Dich ♥

Ganz liebe Grüße
Evelyn

*kreat*ivehaen*dchen* hat gesagt…

Liebe Barbara,
ich drück dich einfach mal ganz feste und bewunder dich, das du es doch immer wieder schaffst ein Weg aus der Depression zu finden und finde es toll das dir die Kreativität dabei hilft.
Ganz liebe Grüße und viel positive Energie
Heike

Senorita Spunkt hat gesagt…

Liebe Barbara,

Jetzt kommt mein Kommentar etwas später, denn ein Kommentar kurz zwischendurch im Zug würde Deinem ausführlichen und ehrlichen Post nicht gerecht werden. Vielen Dank für den Post! Denn ich glaube, dass solche Erkrankungen nur dann besser in der Gesellschaft akzeptiert werden, wenn die Leute verstehen, dass sich Depressive halt nicht mal eben ein bisschen traurig fühlen.
Mich hat es echt schockiert zu lesen, dass Du Deine Arbeit aufgrund der Erkrankung verloren hast. Ich hätte nicht gedacht, dass so etwas bei uns möglich ist.
Für die kommende Zeit wünsche ich Dir so vieles: viele schöne gemeinsame Stunden mit Deinem Mann, Erfolg und vor allem Freude mit Deinem Nähstübchen, dass Du einen guten Therapeuten findest, und und und
Fühle Dich ganz herzlich gedrückt!
Kerstin

Grüne Socken hat gesagt…

Hallo Barbara,

Du bist nicht allein. Nur habe ich von selbst den Arbeitsplatz gekündigt. Ich wünsche Dir viel Kraft. Die Resonanz auf unser fast profimäßges Hobby und schließlich die 'kleine Selbständigkeit' bauen auf (zumindest bei mir). Ich wünsche Dir viel Glück und Freude! Und Durchhaltevermögen. Und immer wieder ein Aufrappeln nach einem Loch.

Liebe Grüße, Natalie

Silke - SauerStoFF hat gesagt…

Liebe Barbara,

ich drück dich und wünsche dir viel Kraft!!

Liebe Grüße Silke